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Eine kleine Geschichte über die Entstehung des Pumas.
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NOTE: The english version of following article you can find on Bill Jackameit's home page under the link: http://wj2d.100megsdns.com/jason.htmlVielen Dank an Bill Jackameit, der mir erlaubt hat, seinen Bericht und die hinterlegten Bilder zu verwenden !!!!!____________________________________________ HINWEIS: Dieser Artikel, die seltenen DKW-Malzoni Bilder und die 1970er Puma Bilder wurden von Jason Vogel zur Verfügung gestellt. Jason ist Reporter bei O Globo, Brasiliens größter Tageszeitung. Viele der Informationen stammen aus einem Artikel, der 1990 im "Autosporte Magazine" veröffentlich wurde. Der Autor dieses Artikels, Oscar Nelson Kuntz, war einer der größten Oldtimer Experten in Brasilien bevor er leider 1993 verstarb. Jason ist ein Fachmann auf dem Gebiet brasilianischer aber auch anderer Automobile. ____________________________________________
1971 Puma Coupe mit VW Heckmotor 1584 ccm. Der Ursprung des Pumas war der DKW-Malzoni, ein frontgetriebener Sport Prototyp mit einem DKW Motor, der zum ersten Mal 1964 auftauchte. Diese Wagen wurden in Matao, einer kleinen Stadt im Staat Sao Paulo, von einem Farmer Namens Rino Malzoni produziert. Rino war ein großer Enthusiast von Autos und Autorennen. Die ersten DKW-Malzonis wurden nur für Rennen produziert. Es wurde ein stark modifizierter 3 Zylinder 2 Takt Motor mit 1100 ccm und etwa 100 PS verwendet. Mit der Glasfaser Karosserie war der Wagen sehr leicht und agil. Er war sehr erfolgreich gegen die Willys Interlagos (ein Fahrzeug basierend auf der Alpine A-108) und die Carreteras (modifizierte amerikanische Coupes von 1930, ausgerüstet mit Corvette- oder Ford Thunderbird-Motoren).
Ein DKW-Malzoni im Duell mit zwei Willys Interlagos während eines Rennens 1966. Rino Malzoni erkannte, dass mit dem Wagen auch kommerzielle Erfolge möglich waren. Um mehr Fahrzeuge zu produzieren und diese zu verkaufen, gründete Rino mit 3 anderen Auto-Enthusiasten (Luís Roberto da Costa, Milton Masteguin und Mario César Camargo Filho) die Firma „Sociedade de Automóveis Luminari“. Zu dieser Zeit wurden etwa 35 Fahrzeuge jährlich verkauft. 1967 bekam die Firma den neuen Namen „Puma Veículos e Motores“. Kurz darauf wurde sie in eine Aktiengesellschaft namens „Puma Indústria de Veículos S.A.“ umgewandelt.
Dieser Malzoni wurde für Rennen gefertigt, besitzt aber auch eine Straßenzulassung. In kurzer Zeit vervierfachte sich die Produktion. 1967 wurde die Karosserie des DKW-Malzoni leicht modifiziert und der Wagen bekam den Namen Puma DKW. Der neue Wagen hatte eine kleine Rücksitzbank, mehr Scheibenfläche, neue Felgen, neue Stossstangen und Front- und Heckleuchten. In den letzten Monaten des Jahres 1967 stand die größte Veränderung an. Vemag, die Firma die DKW Fahrzeuge in Brasilien produzierte, wurde von Volkswagen aufgekauft und die Produktion von DKW Fahrzeugen und Motoren wurde eingestellt. Dies hieß, sollte die Produktion fortgesetzt werden, musste ein neues Herz für den Puma gefunden werden. Es wurde entschieden, die in Brasilien produzierte Karmann-Ghia Plattform mit dem 1493 ccm luftgekühlten Motor zu verwenden. Dies war keine einfache Änderung. Der Puma DKW war ein frontgetriebener Wagen, der neue Wagen heckgetrieben. Das Fahrgestell des ersten VW getriebenen Pumas war dem des Karmann-Ghias sehr ähnlich. Der einzige Unterschied war, dass es ein paar „inches“ kürzer war. Die Karosserie war etwas schmaler, alle Fenster wurden angepasst und der Frontgrill verschwand.
Bei der Frontansicht des Malzoni ist das DKW Erbe offensichtlich. 1970 begann die Produktion einer offenen Version, des GTE Spyder. Der Spyder hatte ein Glasfaser-Hardtop und ein konventionelles Klappverdeck. Anfang der 70er Jahre begann der Export nach Nordamerika, Europa und in andere Südamerikanische Länder. Auch wenn einige Wagen als sogenannte „Kit-Cars“ exportiert wurden, wurde der Puma immer vollständig in Brasilien montiert. Zu dieser Zeit wurde als Basis der von VW gefertigte luftgekühlte Motor mit 1584ccm verwendet. Optional wurde ein 1800 ccm Motor angeboten. Zu dieser Zeit wurde der Puma GTB entwickelt. Er hatte auch eine Glasfaser-Karosserie wurde aber auf einem speziell entwickelten Fahrgestell aufgebaut und von einem 6 Zylinder Reihenmotor mit 4100 ccm des brasilianischen Chevrolet angetrieben. Der GTB wurde nie nach Amerika oder Europa exportiert.
Puma GTB mit 4,1 Liter Frontmotor.
Der in USA verkaufte Bausatz musste vom Besitzer nur noch mit Frontachse, Motor, Getriebe, Reifen und Batterie ausgerüstet werden. Kurz darauf musste der Puma wieder geändert werden. Die Produktion des Karmann-Ghias wurde eingestellt. Als neue Plattform fungierte die des VW Brasilia, wobei der 1584 ccm Motor beibehalten wurde. Zur gleichen Zeit wurde eine Produktions-Stätte in Südafrika gegründet.
Ein weiteres seltenes Bild eines Malzoni auf der Rennstrecke.
Nach dem Einstellen der Produktion des Karmann Ghias, wurde die Plattform des VW Brasilia für den heckgetriebenen Puma genutzt. 1977 veränderte sich die Karosserie des Pumas erneut. Die Coupes erhielten zusätzliche hintere Seitenfenster und das Armaturenbrett und der Innenraum wurden modernisiert. Weitere tiefgreifende Änderungen brachten das Jahr 1981. Sowohl die Front als auch das Heck wurden geändert, wobei die Parkleuchten verlegt, und das Heck mit sehr viel größeren Heckleuchten ausgerüstet wurde. Die neuen Modelle hießen GTC („convertible“, als Ersatz für den GTS) und GTI („coupe“, als Ersatz für den GTE). Beide wurden mit einer langen Zubehörliste angeboten, die zum Beispiel auch spezielle Motoren, Getriebe und elektrische Fensterheber enthielt. Im folgenden Jahr wurde der P-018 auf den Markt gebracht. Er besaß eine Schräglenker Hinterachse, den bekannten 1585 ccm Motor und wurde optional mit 1700, 1800 und 2000 ccm Motoren angeboten.
Die Innenausstattung des DKW-Malzoni hatte einen sehr hohen Standard. Die Wirtschaftskrise 1980 wirkte sich verheerend auf die brasilianische Fahrzeugindustrie aus. Speziell die Kleinserienhersteller litten darunter. Die verkauften Stückzahlen, in den späten 80ern ca. 150 Stück pro Monat, begannen stetig zu sinken. 1985 wurde die Marke Puma an eine kleine Firma namens „Araucária S.A.“ im Staate Paraná verkauft. Diese Firma produzierte nur ein paar wenige Fahrzeuge. Zwei Jahre später verkaufte „Araucária S.A.“ die Produktions-Rechte an eine Firma namens „Alfa Metais“. Alfa Metais versuchte die Marke Puma, durch die Entwicklung von zwei neuen Exportmodellen, am Leben zu erhalten. Dies waren die Modelle AM-1 (Coupe) und AM-2 (Roadster). Des weiteren produzierte die Firma einige Fahrzeuge vom Typ AM-3, ein heckgetriebenes Modell mit einem wassergekühlten Reihenvierzylinder von VW, ausschließlich für den brasilianischen Markt. Das letzte produzierte Modell scheint das AM-4 Modell gewesen zu sein. Auch dieser wurde von einem wassergekühlten Motor angetrieben. 1990 wurde der brasilianische Markt für den Import von Sportwagen geöffnet. Dies besiegelte das Schicksal des Pumas. Die Produktion von Puma Fahrzeugen wurde 1992 endgültig eingestellt.
Ein frühes Puma Coupe auf dem Rennkurs in Rio.
Das Baujahr der Bausatz-Pumas entspricht oft dem Tag der ersten Zulassung. Dieses 1994er GTC Cabriolet ist vermutlich der weltweit "jüngste" Puma. ____________________________________________ Jason Vogel hat auch folgende Informationen über die Anzahl der nach Amerika exportierten Pumas zur Verfügung gestellt. Diese Zahlen beinhalten nur vollständige Fahrzeuge, keine Bausätze. 1969 -- 20 1970 -- 15 1971 -- 3 1972 -- 59 1973 -- 401 1974 -- 13 1975 -- 11 1976 -- 28 1977 -- 174 1978 -- 44 1979 -- 110 1980 -- 157 Insgesamt wurden zwischen 1969 und 1980 1.035 Komplettfahrzeuge in die USA exportiert. ____________________________________________
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Letzte Überarbeitung: 03.2003 copyright © Familie Harder 2003 | ||